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Sie können auch ein kurzes Video  - Der Buchwald im Lauf der Jahreszeiten - anschauen.

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Juli 2023

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts gegen Paragraf 13b BauGB

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig untersagt beschleunigte Genehmigungsverfahren ohne Umweltprüfung in Außenbereichsflächen.

Der BUND hatte gegen ein 13b- Gebiet in der Gemeinde Gaiberg (Rhein- Neckar- Kreis) geklagt. Vom Bundesverwaltungsgericht wurde am 18.7.23 der § 13b BauGB wegen Europarechtswidrigkeit für unwirksam erklärt- auch mit Auswirkungen auf das Baugebiet Buchwald. Mit diesem Urteil kann am Buchwald nicht ohne Umweltprüfung und ohne Ausgleichsmaßnahme gebaut werden.

Deutsches Baurechts darf europäisches Umweltrechts nicht aushebeln, so das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung!(Link zur Pressemitteilung  des Bundesverwaltungsgerichts)

Wir hoffen, dass Bebauung nunmehr verstärkt im Innenbereich von Aulendorf stattfindet und nicht am Stadtrand unter Verlust wertvoller Lebensräume für Mensch und Tier. Flächenschutz ist Klimaschutz!

Viele bereits nach §13b begonnene Bauprojekte müssen nun gestoppt werden. Zum Glück für die Kommune war die Erschließung am Buchwald noch nicht begonnen worden.

 

Mai 2023

Wir freuen uns, daß sich jetzt ein breites Aktionsbündnis mit einem Volksantrag gegen den Flächenverbrauch in Baden- Württemberg formiert hat.

Dem Bündnis angeschlossen haben sich 17 Naturschutz- und Landwirtschaftsorganisationen. Neben dem LNV, BUND und NABU sind die Wandervereine, der Landesjagd- und Landesfischereiverband Seite an Seite mit den großen Bauernverbänden, den  Ökoverbänden, Fridays for future, dem Bundesbündnis Bodenschutz und Weiteren.

Dieses Bündnis hat  am 27.04.2023 mit einer Landespressekonferenz in Stuttgart den Volksantrag mit dem Titel „Ländle leben lassen- Flächenfraß stoppen“ offiziell gestartet.

Ziel ist es, bis zum Sommer 2023 80 000 Unterschriften zu sammeln, um zu Verhandlungen mit dem Baden - Württembergischen Landtag und den Ministerien zu kommen.

Dieser Volksantrag zeigt, daß der Flächenverbrauch nicht nur für Naturschützer und für die Landwirtschaft, sondern für die Gesellschaft im Allgemeinen ein essentielles Thema ist.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite: www.laendle-leben-lassen.de.

Bitte unterstützen auch Sie den Volksantrag mit Ihrer Unterschrift. Sie können diesen Antrag hier direkt öffnen und auch ausdrucken. 

Januar 2023

Die Offenlegung des Bebauungsplans Buchwald erfolgte vom 23.12.2022 bis 27.01.2023.

Mitglieder der Bürgerinitiative „Buchwald-für-ein-lebenswertes-Aulendorf“ reichten ihre schriftliche Eingabe zu diesem Bebauungsplan termingerecht beim Bürgermeisteramt  Aulendorf ein.

Oktober 2022

Das Klimagespräch

Der Einladung zum Klimagespräch über das Thema Wohnen in der Zukunft - Flächenschutz-Klimaschutz-Stadtentwicklung sind ca. 60 Aulendorfer , auch BM Burth und einige Stadträte gefolgt, was uns als BI sehr gefreut hat.

In kurzen Impulsvorträgen kamen drei Experten zu Wort, die in die Thematik einführten.

alle Dozenten


Einleitend erklärte Frau Dr.Veser, Bauingenieurin mit Schwerpunkt Abwasserwirtschaft, warum es auf der Welt, und insbesondere in Europa, zu immer mehr heißen Tagen kommt, dass dadurch die Grundwasserbildung zunehmend sinkt und andererseits Starkwasserereignisse mit Überschwemmungen exponentiell zunehmen.
Der beste Schutz vor solchen Katastrophen sei der natürliche Schwamm aus Feldern, Wiesen, Bäumen und Wäldern, die es daher vor Versiegelung zu schützen gelte.
In den Städten komme es in der Zukunft auf mehr Begrünung an, um anfallendes Regenwasser lokal aufzunehmen und zu speichern anstatt es lediglich zu kanalisieren und abzuleiten.
Im Fachchargon wird dies das Schwammstadtprinzip genannt, so Dr.Veser.
Am Baugebiet Buchwald mit seiner Hanglage soll wegen des hohen Versiegelungsgrads das Regenwasser durch Wälle, Rückhaltebecken und Abflußrohre in den Mühlbach, das Mahlweiherbiotop und über das bestehende Kanalsystem ab der Hillstraße abgeleitet werden. Frau Dr. Veser äußerte die Sorge, daß die bestehenden Kanalsysteme in Aulendorf durch die zusätzliche Regenwassermenge aus dem Baugebiet überlastet würden.
BM Burth widersprach dieser Vermutung prompt und sagte, daß diese Punke im Bebauungsplan untersucht worden seien und kein Problem bestehe.

Frau Dr. Dreiseitl-Wanschura, Diplomingenieurin für Landschaftsökologie und Landschaftsgestaltung, widmete sich dem Thema Städtische Räume im Zeichen des Klimawandels.
Sie zeigte einleitend auf, worauf es ankommt, um sich in einer Stadt wohl und heimelig zu fühlen. Anschließend gab sie in Bildern sowohl regionale (z. B. Tübingen Französisches Viertel) als auch internationale Beispiele, wie man flächensparend ohne Verlust von Wohnkomfort und Wohlempfinden bauen und wohnen - und gleichzeitig durch intelligente Begrünungsmaßnahmen dem Klimawandel Rechnung tragen kann. Sie betonte, dass Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandels nur unter Beteiligung und Mitnahme der Bürger gelingt. Entwickeln statt nur Bauen!

Herr Prof. Nobel, Professor für Ökologie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen i. R., nahm sich dem Thema Bodenschutz und Flächenverbrauch- zwischen Dilemma und Chance an. Er machte auf die Bedeutung des Bodens als wichtigster Bodenschatz aufmerksam.Insbesondere hochwertige landwirtschaftliche Böden wie am Buchwald seien Gold wert für die Stabilität von Flora und Fauna, Umwelt und Klima und schließlich für die Ernährung der Zukunft. Böden der höchsten Qualitätsstufe (Vorrangstufe1) wie am Buchwald, machten in Aulendorf nur 12% des Gesamtbodens aus und seien auch im Kreis Ravensburg rar.Der jährliche Flächenverbrauch sei im Kreis Ravensburg im Vgl. zum Landesdurchschnitt besonders hoch. Leider seien die besonders hochwertigen Böden verwaltungsrechtlich nicht geschützt, so dass sie finanzpolitischen Interessen der Städte zum Opfer fielen, was dringend geändert werden müsse. Solange dies gesetzgeberisch nicht geschehe, obliege es dem Verantwortungsbewußtsein der Städte und Gemeinden, auf die Bebauung dieser wertvollen landwirtschaftlichen Flächen zu verzichten. Er wies in diesem Zusammenhang ebenfalls auf die Notwendigkeit der frühen Beteiligung der Bürger an städtebaulichen Maßnahmen hin.

Bei den anschließenden Diskussionen in Tischgruppen konnten sich die Teilnehmer mit den Referenten und untereinander zu verschiedenen Themenkomplexen wie Quartierskonzepte, Stadtentwicklung, Abwasserkreisläufe und soziales Miteinander austauschen. Die Ergebnisse wurden anschließend an einer Pinnwand gesammelt, wobei besonders soziale Probleme in der Stadt thematisiert wurden, wie etwa bezahlbares Wohnen, Seniorenwohnungen, aber auch die Art des Bauens, so dass Häuser z. B. jederzeit flexibel in mehrere Wohnungen umgebaut werden könnten. Als Resümee konnte man feststellen, daß sich Bürger in Aulendorf für die Entwicklung ihrer Stadt interessieren und Vorschläge und Impulse einbringen können und wollen. Allerdings wurde von den Teilnehmern auch geäußert, bei Eingaben häufig nicht gehört zu werden und dass sie eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Stadträten und dem Bürgermeister vermissen.

 

Das Klimagespräch war ein Erfolg. Es ist wichtig und höchste Zeit, über die anstehenden Probleme des Klimawandels bei gleichzeitig steigendem Wohnungsbedarf und dem damit verbundenen Flächenverbrauch zu sprechen, nachzudenken und intelligente Lösungen zu finden, auch in Aulendorf .Entwickeln statt nur Bauen!

In der Gemeinderatssitzung am 05.12.2022 erfolgte mit 1 Stimmenthaltung die offizielle Aufstellung des Bebauungsplans Buchwald. Die Offenlegung erfolgte am 23.12.2022. Bis zum 27.01.2023 ist der Bebauungsplan für jedermann entweder auf der Internetseite der Stadt Aulendorf ( LINK zu Bauamt Aulendorf) oder direkt im Bauamt Aulendorf einzusehen. Bis zum 27.01.2023 darf jeder Aulendorfer noch schriftliche Eingaben zum Bebauungsplan beim Bürgermeisteramt abgeben, die dann vom Gemeinderat nochmals geprüft werden müssen.

 

 

 

 

Klimagespräch
Wohnen in der Zukunft 
 Flächenschutz- Klimaschutz-Stadtentwicklung

Angesichts der Energieknappheit, steigender Energiepreise und der steigenden CO2- Emissionen hat sich der Stadtrat in der Ratssitzung am 26.9.2022 zur Notwendigkeit des Energiesparens und der energetischen Stadtsanierung bekannt und eingeräumt, dass, dieses Ziel zu erreichen, ein „dickes Brett“ sei.
Dem stimmen wir zu.  Doch es geht noch um viel mehr als um Energiesparen und energetische Sanierung.
Es geht um eine Kehrtwende im Umgang mit unseren Ressourcen und um ein Umdenken bei der Landschafts- und Stadtgestaltung.
Die Ressource „Fläche“ steht im Mittelpunkt unseres Klimagesprächs, das wir mit Unterstützung des Landes Baden- Württemberg am 26.10.2022 in der Stadthalle Aulendorf veranstalten.
(https://allianz-fuer-beteiligung.de)
Denn fruchtbarer Boden ist der wichtigste Bodenschatz!
Spannende Vorträge von Experten zu diesen Themen werden Grundlage von anregenden Diskussionen aller Teilnehmer sein.
Es geht um die Zukunft der nächsten Generationen. Deshalb werden sich Aulendorfer Schüler an der Veranstaltung beteiligen. Sie werden uns ihre Sichtweise und Vorstellungen vom künftigen Wohnen und Leben in ihren künstlerischen Arbeiten präsentieren. Für alle teilnehmenden Schüler findet eine Tombola mit Bargeldpreisen von 150 bis 5 Euro statt.

 Sie können den Flyer unten auch als pdf-Datei herunterladen.

 

Flyer zusammengefügt

 

                   
Mai 2022

 

 

Danke ipg

April 2022

Bei unserer Unterschriftenaktion gegen das Baugebiet Buchwald in der geplanten Form konnten wir über 400 Unterschriften von Bürgern aus allen Stadtteilen Aulendorfs und von Klinikpatienten sammeln, die den Weg auf sich genommen haben, ihre Stimme persönlich an zwei privaten Briefkästen in Aulendorf abzugeben.
390 Unterschriften wurden am 20.04.2022 von sechs Mitgliedern der Bürgerinitiative (BI) an Bürgermeister Burth übergeben, der zu einem Treffen mit ihm und den vier Fraktionsvorsitzenden des Stadtrats eingeladen hatte.

Die Schwäbische Zeitung berichtete darüber am 23.04.2022.
Es war ein dreistündiges Gespräch, das allerdings nach der Eingangsansage von Bürgermeister Burth: „das Baugebiet Buchwald wird wie geplant durchgeführt“ schon nach wenigen Minuten hätte beendet werden können.
An einem offenen Gedankenaustausch bestand von Seiten der Stadträte und des Bürgermeisters kein Interesse.
Immerhin konnten einige Argumente der BI vorgetragen werden:

-Der Buchwald ist das Naherholungsgebiet von Aulendorf
-Flächenfraß auf Kosten von Klima, Landschaft und Landwirtschaft
-Fehlendes Verkehrskonzept für das Baugebiet Bildstock/ Buchwald
-Großes Ausbau- und Sanierungspotential im Stadtgebiet
-Notwendigkeit von vorrangigem Wohnungsbau für Senioren und Sozialwohnungsbau
-Demographischer Wandel und Klimawandel erfordern neue Baukonzepte

Die erheblichen Einwände der BI in Bezug auf den Raubbau von landwirtschaftlicher Fläche und Natur ausgerechnet im Naherholungsgebiet von Aulendorf ließen die Stadträte und Bürgermeister Burth an sich abprallen.
Den Mitgliedern der BI wurde Handeln in Eigeninteresse unterstellt und die 390 Unterschriften unserer Kampagne wurden als 4%- Minderheit abgetan. Die BI hat die Mitglieder des Gemeinderats darauf aufmerksam gemacht, dass sich aus unseren Gesprächen mit der Bevölkerung ergeben hat, dass eine weit größere Zahl von Bürgern zwar ebenfalls das Baugebiet nicht gut heißt, aber aus der bisherigen Erfahrung mit den Gemeindevertretern resigniert ist und keine Chance für einen offenen Dialog sieht.
Zitat: ``Die machen doch, was sie wollen.``

Auch das ungelöste Problem des zunehmenden Verkehrsaufkommens vor allem in der Hillstraße, aber auch in der Saulgauerstraße wurde einfach negiert. Immerhin, nach Insistieren der BI, lenkte Herr Burth soweit ein, dass die BI Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrsregelung einreichen könne.
Die Verbesserungsvorschläge zu dem bestehenden Bebauungsplan wie die schlichte Verkleinerung des Baugebiets am Buchwald, die Einsparung versiegelter Fläche durch mehr Mehrgeschoßbau, die Verlagerung der geplanten Mehrgeschoßhäuser aus der Sichtachse der Aussichtbänke am Waldrand sowie eine konzeptionelle Grundstücksvergabe zu Gunsten nachhaltiger Baustoffe wie Holz wurden ebenfalls pauschal zurückgewiesen.
Auf die Vorschläge zur Aktivierung brachliegender Flächen und Leerstände in der Stadt und die Setzung neuer Impulse für eine moderne Innenstadtentwicklung anstelle von immer mehr Stadterweiterung in die Fläche verwiesen Stadtrat und Bürgermeister selbstgerecht darauf, dass man bereits das Äußerste für die Innenstadt tue.
Doch Klimawandel, demografischer Wandel und Innenstadtentwicklung müssen in Zusammenhang gebracht werden und erfordern ein Konzept und die Mitnahme der Bürger.
Für diese Aufgabe stellt das Land Baden- Württemberg viel Geld zur Verfügung und bezahlt Fachpersonal (Flächenmanager), das die Bauämter tatkräftig in der Konzeptentwicklung  unterstützt und  auf die Bürger zugeht  und  sie individuell berät und betreut.

Auf die Frage, warum die Stadt Aulendorf diese Unterstützung nicht annehme, insbesondere wo das Aulendorfer Bauamt personell unterbesetzt ist, war die Antwort: es wird bereits alles getan, einen Flächenmanager brauchen wir nicht.
Könnte es sein, dass man sich im Rathaus einfach nicht in die Karten schauen lassen will?

Unser Résumé: Offenes Gespräch und Bürgerbeteiligung sehen anders aus.

Übergabe Unterschriften cut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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